Wie gut ist mein Empfang ?

Um zu erfahren, wie gut der Empfang des Gigacube ist, gibt es zwei Möglichkeiten – entweder man verwendet die Bordmittel des Routers oder man verwendet ein kleines kostenloses Programm namens LTEWatch.

Beginnen wir mit den Bordmitteln.

Dazu loggen wir uns in den Router ein, indem wir in der Adresszeile des Router „192.168.8.1“ eingeben. Danach bekommen wir gezeigt, welchen Anbieter (in diesem Fall Vodafone) mit welcher Technologie (in diesem Fall 4G = LTE) und als grobe Orientierung in welcher Empfangs-stärke (fünf Balken) die Box verwendet. Wir wollen es aber genauer wissen. Deshalb klicken wir auf „Einstellungen„.

Danach noch ein Klick auf „Geräte-informationen„, und schon erscheint obige Liste. Uns interessieren eigentlich nur die Werte RSRP und RSRQ. RSRP gibt die Empfangsstärke an – die hier gezeigten -98 dB sind nicht sonderlich gut, aber man kann damit arbeiten. Der Gesamtbereich reicht von -50 dB (Exzellent) bis -115…-120 dB (Abbruch der Verbindung).

Der zweite relevante Wert ist RSRQ – er ist Maßstab für die Signalqualität. „Sehr gut“ ist ein RSRQ von -3, „Sehr schlecht“ alles, was jenseits von -15 ist. Der RSRQ hat auf die erreichbare Geschwindigkeit einen großen Einfluß. Wenn man einen schlechten RSRP hat (z.B. -105 dB) und einen sehr guten RSRQ (-3 dB), kann man trotzdem im LTE-2600-Bereich 100 MBit/s erreichen. Wenn man hingegen einen guten RSRP (z.B: -70) und einen sehr schlechten RSRQ hat (-15 dB), sind selbst 20 MBit/s schon unerreichbar.

Kommen wir nun zur Nutzung eines kostenlosen kleinen Programms zur Bestimmung der Empfangswerte. Es gibt auf der Seite LTE-Anbieter.info das Programm „LTE-Watch“ zum Download. Das Programm funktioniert unter Windows 7, 8.1 und 10. Damit kann man von zahlreichen aktuellen HUAWEI-Geräten die Empfangsdaten auslesen und noch einiges mehr – doch dazu später.

Wenn Sie das Programm heruntergeladen und entpackt haben, starten Sie es. Nun kommt die erste Hürde – die Einstellungen, ummit dem Programm arbeiten zu können.

Bitte wählen Sie wie auf dem Bild zu sehen als Zugangsmethode „Passwort“ und geben Sie als Adresse „192.168.8.1“ ein. Als Passwort geben Sie das Passwort ein, das Sie bei der Ersteinrichtung des Routers festgelegt haben. Nun klicken Sie auf „Speichern“, und LTEWatch beginnt zu arbeiten, indem das Programm die aktuellen Werte aus dem Gigacube ausliest und sowohl als Zahlen als auch grafisch darstellt. Außerdem zeigt es die Maxima und Minima der entsprechenden Werte an.

 

 

Der grafische Mode ist insbesondere dann interessant, wenn man entweder die Position des Gigacube oder eine Antenne ausrichten will für bestmöglichen Empfang.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ebenso interessant ist der „Big Mode„, der formatfüllend die entsprechenden Werte als Zahlen anzeigt. Mit der „Esc“-Taste kann man ihn wieder verlassen.

 

Kommen wir nun zu den weiteren Möglichkeiten des Programms. Dazu zunächst ein wenig Theorie. Für LTE stehen in Deutschland mehrere Frequenzen zur Verfügung. Vodafone hat Lizenzen für 800 MHz (LTE-800), 1800 MHz (LTE-1800) und 2600 MHz (LTE-2600). Diese Frequenzen haben sehr unterschiedliche physikalische Eigenschaften. LTE-800 hat eine hohe Reichweite, durchdringt Hauswände vergleichsweise gut und eignet sich daher sehr gut zur Versorgung großer, dünn besiedelter Flächen. LTE-1800 hat eine geringere Reichweite, durchdringt Wände auch noch halbwegs gut und wird eher in Städten verwendet. Die Reichweite von LTE-2600 ist am geringsten, und diese Frequenz kommt nur schwer durch Hauswände hindurch.

Vodafone setzt quasi als „Grundversorgung“ LTE-800 in ganz Deutschland ein und hat zusätzlich Stationen für LTE-1800 und LTE-2600, wo die Bandbreite mit LTE-800 nicht ausreicht, um alle Kunden zu versorgen. Ein Blick in Detailkarte der Netzabdeckungskarte verrät, was möglich ist: bis 75 MBit/s heißt „nur LTE-800“. Bis 225 MBit/s heißt „LTE-800 und LTE-1800 oder LTE-2600“. Bis 375 MBit/s heißt, dass alle drei Frequenzen vorhanden sind. Der Gigacube kann zur Erhöhung des Durchsatzes mehrere Frequenzen gleichzeitig nutzen – das heißt dann LTE-A („Advanced“).

Was nutzt uns dieses Wissen ?

Nun, wenn wir in eime Gebiet leben, in dem es „bis 225 MBit/s“ oder „bis 375 MBit/s“ gibt. lohnt es sich, die höheren Frequenzen anzuzapfen – zum einen, weil diese eine höhere Bandbreite liefern, zum anderen, weil sie durch ihre physikalischen Eigenschaften weniger ausgelastet sind – in den Häusern ist LTE-2600 schlichtweg oft nicht zu empfangen.

LTEWatch bietet nun die Möglichkeit, dem Router ein bestimmtes Frequenzband aufzuzwingen. Klicken Sie dazu neben „Frequenzband“ auf das „+“ und wählen Sie aus zwischen Automatisch, LTE-800, LTE-1800, LTE-2600 und LTE-Advanced. Wenn es die gewählte Frequenz nicht gibt oder am Standort des Gigacube nicht zu empfangen ist, teilt Ihnen das Programm dies mit.

Hier nun ein paar real gemessene Egebnisse:

Einstellung „Automatisch“: Hier scheint nur LTE-800 genutzt worden zu sein – 17 MBit/s im Download, fast dasselbe im Upload bei erträglichen Empfangswerten. Der Sender scheint halbwegs ausgelastet zu sein.

Nach Umschaltung auf LTE-2600 bietet sich uns dieses Bild:

Während der RSRP richtig schlecht ist, verbessert sich der RSRQ und der Download-Durchsatz hat sich mehr als verdoppelt.

Für diese Tests stand der Gigacube draußen auf dem Fensterbrett – im Haus war kein LTE-2600 zu empfangen. Abends stieg übrigens der Speed mit LTE-2600 auf fast 100 MBit/s an.

Wenn man also maximalen Speed haben will, lohnt sich die Investition in eine leistungsstarke Breitband-Außenantenne, die alle LTE-Frequenzen unterstützt

Erster Login in den Router

Wer den Vodafone Gigacube nicht nur als Blackbox nutzen will, sondern zum Beispiel den WLAN-Namen oder WLAN-Schlüssel ändern will, kommt nicht umhin, sich in den Router einzuloggen.

HUAWEI hat die IP-Adresse 192.168.8.1 für den Router von Haus aus reserviert. Wer sich einloggen will, gibt also genau diese Folge aus Zahlen und Punkten in seinen Internetbrowser da ein, wo sonst www.xxxx steht.

Der Router verlangt nun ein Passwort. Dieses Passwort steht auf der Unterseite des Routers.

 

 

 

Wenn man diese Hürde gemeistert hat, macht der Router eine Schnellkonfiguration. Als erstes kann man den WLAN-Namen ändern, wenn man möchte, und das WLAN-Passwort.

Der nächste Schritt ist die Änderung der Aktualisierung des Routers – automatisch über Nacht oder manuell. Diese Einstellung kann man so lassen.

 

Zum Abschluss muß man das Passwort ändern – ohne diese Änderung geht es nicht weiter. Das alte Passwort wird nicht akzeptiert.

 

 

Nach einem Klick auf „Fertigstellen“ hat man es geschafft und bekommt gleich die ersten Infos zu verbrauchtem Datenvolumen und Empfang.

Der Vodafone Gigacube ist da ! Auspacken, einschalten !

Drei Tage dauerte es, dann kam der DHL-Mann und brachte das Paket. Vor der Übergabe stand allerdings noch Schriftkram – Ausweisprüfen, diverse Unterschriften leisten für den Vertrag mit Vodafone usw.

Dann habe ich das Paket in der Hand. Also schnell aufreißen und auspacken. Enthalten sind der Vodafone Gigacube und eine SIM-Karte von Vodafone.

      

Interessant: kaum nimmt man die äußere Hülle des Gigacube ab, kommt die Schachtel eines ganz normalen HUAWEI B528 zum Vorschein. Kein Vodafone-gebrandetes Gerät mit einer Vodafone-typischen Bezeichnung  (Bxxxx, Rxxx oder anderes), sondern ein HUAWEI Standardgerät. Das ist ein Novum bei Vodafone.

Öffnet man die Verpackung, kommt der LTE-Router zum Vorschein. In dem Pappkarton naben dem Router befindet sich das Netzteil und ein kurzes LAN-Kabel, mit dem man den Gigacube direkt mit einem PC oder Laptop verbinden kann.

Das Netzteil liefert 12V bei 1 Ampere – die Beschreibung weist für den HUAWEI B528 eine Leistung von bis zu 20 W aus. Dafür ist das netzteil etwas schwach dimensioniert – ein stärkeres Netzteil ist da sehr sinnvoll.

Nimmt man den Gigacube heraus und dreht ihn um, sieht man die Anschlüsse:

  • ganz oben zwei Anschlüsse für externe Antennen – die meisten Antennen benötigen Adapterkabel von SMA (vereinzelt auch FME) auf den Gigacube
  • Darunter Anschluß für ein LAN-Kabel
  • Nun ein Anschluß für ein Telefon – ist für uns nutzlos, denn der Gigacube-Tarif unterstützt keine Telefonie
  • Ganz unten ist der Anschluß für das Netzteil

Schaut man auf die Unterseite des Gigacube, finden sich neben dem Schlitz für die SIM-Karte, der sich unter einer kleinen Abdeckung verbirgt, zahlreiche wichtige Informationen: IMEI-Nummer, Seriennummer das Passwort zum Einloggen in den Router, der WLAN-Name, der immer mit Gigacube- beginnt, der Name des Gigacube im 5 GHz WLAN-Netz und das WLAN-Passwort.

Nun ist es Zeit, die SIM-Karte einzulegen. Also bricht man die mittlere Größe aus der Trägerkarte heraus – etwas Rand muß noch um den Chip stehenbleiben.

Die SIM-Karte wird wie auf dem Bild zu sehen in den Schlitz gesteckt und mit dem Fingernagel bis zum Anschlag hineingedrückt.die Öffnung wird wieder mit der Abdeckung verschlossen, der Gigacube hingestellt. Netzteil anschließen und in die Steckdose stecken.

Nun kommt der spannnende Augenblick. Nach spätestens 30 s sollte die SIGNAL-Lampe nicht mehr rot anzeigen. Macht sie das trotzdem, sollte man zunächst einen Blick in die Netzabdeckungskarte von Vodafone werfen, dort auf „Detailansicht“ klicken und die Adresse eingeben. Die Netzabdeckungskarte zeigt die Richtung zum nächsten LTE-Sender unten in der Windrose.

 

In diese Richtung sollte man den Gigacube ans Fenster stellen. Hilft auch das nichts, hat die SIM-Karte ein Aktivierungsproblem, dass sich aber innerhalb von 48 Stunden in der Regel von selbst löst. Wenn nach 48 Stunden immer noch kein Empfang da ist, hilft nur noch ein Anruf bei der Vodafone-Hotline

50 Gigabyte schnelles Datenvolumen für nicht mal 25 Euro

Das, was Vodafone da mit dem Gigacube auf den Markt wirft, ist schon verlockend: man bekommt 50 GByte Datenvolumen ohne Ortsbindung und zahlt dafür 24,95 € pro Monat, wenn man schon einen entsprechenden Vodafone Handyvertrag hat. Hat man den nicht, kostet der Spaß 10 Euro mehr. Dazu gibt es einen modernen LTE-Router, der mehrere LTE-Frequenzen zur Erhöhung der Bandbreite gleichzeitig nutzen kann. Der Tarif selbst ist auf 150 MBit/s beschränkt – aber das ist immer noch viel mehr, als man in den meisten Gegenden erreichen kann.

So weit, so gut. Den wirklichen Hit hat Vodafone aber mit der Tarifvariante Gigacube Flex gelandet – alle Bedingungen wie oben (nur der LTE-Router kostet dann 49,90 Euro), ABER: man zahlt nur in den Monaten, in denen man den Gigacube auch nutzt. Das ist optimal für alle, die einen Internetzugang nur für die Sommermonate im Gartenhaus, im Caravan oder auf dem Boot brauchen. Außerdem ist das interessant für diejenigen, die eine Überbrückungslösung brauchen, bis endlich DSL oder eine andere Technologie für schnelles Internet zuhause zur Verfügung steht.

Aber nicht nur für Privatkunden ist das interessant – wer hin und wieder einen Stand auf einer Messe betreut oder bei Events Internet benötigt, für den ist der Gigacube Flex ebenfalls der optimale Tarif.

All das löst sehr schnell den Haben-wollen-Reflex aus. Also schnell den Tarif mit Gerät bei Vodafone online bestellen und warten, bis der DHL-Mann an der Tür klingelt.