Probleme mit aktueller Firmware (Stand 07/2018)

Für den Gigacube wurde eine neue Firmware-Version ausgeliefert und zum Download bereitgestellt, die mehr Stabilität bringen sollte. Stattdessen bringt sie neue Probleme:

  • Wenn man eine telefoniefähige SIM-Karte in den Gigacube eingelegt hat, konnte man bislang mit dem Gigacube über die Telefonbuchse auf der Rückseite mit einem angeschlossenen Festnetztelefon telefonieren. Das geht jetzt nicht mehr.
  • Wenn man eine Multisim-also quasi eine Zweitkarte mit gleicher Rufnummer – in den Gigacube eingelegt hat, konnte man weiterhin telefonieren. Die aktuelle Firmware blockiert offenbar die Telefoniefunktion der Hauptkarte. Die Zweitkarte geht also nur noch, wenn sie als reine Datenkarte geschaltet ist.

Wer das Update noch nicht vollzogen hat, sollte es auf keinen Fall durchführen !

Telefonieren mit dem Gigacube – Teil 3

In unserem ersten Beitrag zum Thema Telefonie mit dem Gigacube hatten wir behauptet, dass der Telefonanschluß des Gigacube nicht nutzbar ist. Aufgrund des Hinweises eines Mitlesers dieses Blogs haben wir noch einmal einen Test mit einem analogen Telefon an der Telefonbuchse des Gigacube-Routers gemacht.

Als SIM-Karte diente uns eine normale SIM-Karte mit einer Allnet Flat. Die Einstellungen im Router haben wir von „nur LTE“ auf „LTE bevorzugt“ umgestellt.

Wenn man nun die Nummer der SIM-Karte anruft, schaltet der Gigacube auf 3G um, und das Telefon klingelt. Gleiches passiert, wenn man vom Telefon den Hörer abnimmt und einen anderen Teilnehmer anruft.

ERGO: der Gigacube-Router selbst kann durchaus ein analoges Telefon bedienen, sofern nicht im Router die Einstellungen auf „nur LTE“ stehen. Der Gigacube-Tarif ist allerdings NICHT Telefonie-fähig.

Telefonieren mit dem Vodafone Gigacube – Teil 2

Normalerweise möchte man nicht mit einem Handy telefonieren, wenn man zuhause ist, sondern mit einem normalen Festnetztelefon. Es gibt auf dem Markt etliche Festnetztelefone, die IP-fähig sind.

Für diesen Test sollte es das Gigaset C430a Go sein – ein DECT-Telefon, das sowohl an einem normalen Telefonanschluß als auch an jedem Internetrouter funktioniert, für rund 70 Euro zu haben. Es hat eine komfortable Möglichkeit zur Konfiguration für die Internettelefonie – es sind so ziemlich alle VoIP-Anbieter Deutschlands abgespeichert. Man muß nur noch die Zugangsdaten eingeben – der Rest ist bereits voreingestellt. Und das Ganze extrem komfortabel – man ruft vom PC oder Tablet eine Internetadresse von Gigaset auf. Die Webseite sucht das Telefon, und man kann direkt am Bildschirm alle Einstellungen vornehmen.

So sieht der fertige Aufbau aus. Die schwarze Basisstation wird mit dem LAN-Anschluß des Vodafone Gigacube verbunden, und schon kann die Konfiguration losgehen.

Nach den Erfahrungen mit dem Handy ist es spannend, ob wirklich alle zuvor getesteten Anbieter funktionieren.

Und siehe da – keiner macht Probleme, unabhängig vom Transportlayer. Die Klangqualität ist noch einmal deutlich besser als am Handy. Wer also zum Beispiel von einem LTE zuhause-Tarif kommt, kann seine Festnetznummer zu einem VoIP-Anbieter portieren und sich so unabhängig machen von seinem Internet-/Telefonanbieter.

Telefonieren mit dem Vodafone Gigacube – Teil 1

Wenn man einen neuen LTE-Router hat, der auch noch über einen Telefonanschluß verfügt, liegt die Versuchung nahe, ihn auch für die Telefonie zu benutzen. Aber leider ist der Gigacube in dieser Hinsicht doppelt kastriert – der Tarif kennt keine (normale) Telefonie, und der Anschluß selbst ist nicht benutzbar.

Aber damit sind noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Alle Telefonanbeiter fürs Festnetz benutzen mittlerweile für Neuanschlüsse (fast) nur noch VoIP (Voice over IP – Internettelefonie). Das wird dem Kunden wohlweislich verschwiegen, denn VoIP hat – zu Unrecht – keinen guten Ruf.

Es gibt aber auch reine VoIP-Telefonanbieter. Mit diesen Anbietern kann man seine  – dorthin übertragene oder neu zugeteilte – Festnetz-Telefonnummer weltweit benutzen. Das Einzige, was man dazu benötigt, ist ein Internetanschluß und ein passendes Telefon. Entweder ein „echtes“ VoIP-Telefon, die es zum Beispiel von Gigaset gibt – dazu im zweiten Teil mehr – oder man verwendet sein normales Smartphone mit einer passenden App wie zum Beispiel Zoiper. Diese App hat den Vorteil, dass sie bereits viele VoIP-Anbieter als Profile hinterlegt hat. Man muß nur noch die Zugangsdaten eingeben und sich nicht mit vielfältigen Einstellungen herumärgern.

Eine Liste der deutschen VoIP-Anbieter findet man inklusive der Tarife der Anbieter auf der Seite Teltarif.de, die auch sonst umfangreiche Informationen zum Thema Kommunikation bereithält

Ich selbst nutze unter anderem SIPGate und Ventengo. Die Zugangsdaten sind in der App hinterlegt, und wo immer ich einen Internetanschluß habe, der VoIP zuläßt, kann ich diese benutzen. Das klappt mit fast allen Internetzugängen unterwegs und allen Festnetz-Internetroutern. Im Mobilfunkbereich sieht das schon anders aus. Manche Tarife sind für VoIP explizit gesperrt. Andere können nur 3G – da kann die Verständlichkeit schon ziemlich leiden, bei 2G geht fast gar nichts. Auch überlastete Netze, wie sie in den Innenstädten vor allem bei O2 vorkommen, machen das Telefonieren über das Internet unmöglich.

Soweit die Theorie. Aber wie sieht die Praxis aus ? Also das Smartphone mit dem Gigacube verbinden und warten, bis sich die Profile mit den Servern der Anbieter verbunden haben.

Nun, das sieht gar nicht gut aus. SIPGate funktioniert nicht, nur Ventengo klappt. Die Ursache ist der Transportlayer. SIPGate unterstützt nur UDP, aber kein TCP als Transportlayer. Ventengo hingegen unterstützt auch TCP – und funktioniert deshalb. UDP macht auch mit anderen Geräten Probleme. Aber liegt es am Gerät oder am Tarif ?

Also die SIM-Karte rausgenommen aus dem Gigacube und in einen Vodafone B2000-Router gesteckt. Und siehe da – alle Profile bekommen eine Verbindung zu ihrem Server, und die Telefonie klappt problemlos.

Was lernen wir daraus ?

Wer mit dem Gigacube als Gerät auch übers Smartphone telefonieren will, sollte bei der Auswahl des Anbieters darauf achten, dass auch TCP als Transportlayer funktioniert. Fast alle Anbieter bieten einen Testzugang, über den man es zunächst testen kann. Diesen Test sollte man auch durchführen, um spätere unliebsame Überraschungen zu vermeiden. Oder man entscheidet sich von vornherein für einen anderen Router…