Der Vodafone Gigacube wird autark

Ausgeliefert wird der Gigacube mit einem Netzteil für 220V. Wie wir schon weiter unten gesehen haben, kann man ihn mit einem passenden KFZ-Netzteil auch im Fahrzeug, im Wohnwagen oder auf dem Boot betreiben. Doch manchmal gibt es nicht einmal das – sei es auf einer einsamen Wanderhütte oder auf der Fahrradtour.

Die Lösung scheint ganz nahe zu liegen, schließlich gibt es Powerpacks. Aber entweder sind die klein und leicht, dann geben sie nur 5V Ausgangsspannung ab auf einen USB-Ausgang. Damit gibt sich der Gigacube aber nicht zufrieden. Oder sie liefern 12V – dann sind sie groß und schwer. Auch ein 12V Bleiakku ist vorstellbar – aber der ist noch schwerer bei wenig Kapazität.

Die Lösung ist ein Spannungsadapter, der die 5V kleiner, leichter Powerpacks in die richtige Spannung des Gigacube wandelt. ACHTUNG – das Powerpack muß am Ausgang MINDESTENS 2 Ampere, besser 2,5 Ampere oder mehr liefern, damit der Stromhunger des Gigacube auch bei schlechtem Empfang und intensiver Nutzung befriedigt wird.

Wir haben den Spannungswandler mit einem 10 Ah (=10000 mAh) Powerpack getestet. Der Gigacube lief bei gutem 4G-Empfang mit dem Powerpack 8 Stunden lang und versorgte währenddessen 2 Notebooks und ein Handy mit Daten (reines Surfen, keine Filme). Bei schlechtem Empfang und dem Streamen von Filmen geht die Laufzeit deutlich in die Knie.

Der Gigacube im Ausland

Wenn man 50 GByte Datenvolumen hat, sollte man denken, das man zumindest einen Teil davon auch i Ausland nutzen kann. Aber dem ist nicht so.

Der Gigacube-Tarif ist nicht im Ausland nutzbar !

Anders sieht es mit dem Gigacube-Router aus. Wenn man eine auslandsfähige Daten-SIM-Karte hat, steckt man diese in den Gigacube, aktiviert das Roaming und kann sie überall nutzen, wo die SIM-Karte dies zuläßt.

Wenn man eine Daten-SIM-Karte des Landes benutzt, in dem man sich aufhält, muß man in der Regel nichts weiter tun, als die SIM-Karte in den Gigacube-Router zu stecken – sofern die PIN abgeschaltet ist, kann es sofort losgehen.

 

Mit dem Gigacube unterwegs

Der Vodafone Gigacube ist gerade als Flex-Tarif, bei dem man nur in den Nutzungsmonaten zahlt, geradezu prädestiniert dafür, ihn mit in den Urlaub, ins Gartenhaus, aufs Hausboot oder zum Camping mitzunehmen oder ihn sogar im Auto zu installieren.

Wenn man den Gigacube im Auto benutzen will, hat man ein kleines Problem: zum einen möchte das Netzteil gern 230V haben – die sind im Auto nicht vorhanden. Der Gigacube selbst möchte 12 V haben – im Auto auch nicht unproblematisch, denn das Bordnetz liefert zwar nominal eine Spannung von 12 V, die aber real im Bereich zwischen 10 und 15 Volt mit Spannungsspitzen bis 20 Volt liegt. Diese Schwankungen und vor allem die Störungen im Bordnetz mag der Gigacube nicht. Sie führen zu Störungen des Routers, und die Spannungsspitzen können zu einer Zerstörung der Geräts führen.

Wir empfehlen daher die Verwendung eines passenden KFZ-Netzteils, das Spannungen bis 30 V auf die vom Gigacube benötigten 12V wandelt und mit einer Belastbarkeit von 3 Ampere mehr als genug Reserven für den Gigacube bietet. Das Netzteil kommt auch mit den 24V-Bordnetzen von LKWs und Motorbooten klar.

Im Ferienhaus oder im Gartenhaus, aber oft auch beim Camping sind 220V vorhanden. Hier ist eher das Problem, dass die schönsten Gegenden oft eine schlechte Funkversorgung haben.

Hier bietet es sich an, zu einer leistungsstarken Richtantenne zu greifen. Entweder installiert man sie fest am Gebäude – möglichst weit oben für besten Empfang – oder – wenn man zum Beispiel eine Ferienwohnung nur gemietet hat – nutzt man ein Antennenstativ für die Aufstellung der Antenne.

Im Auto ist das eine schlechte Lösung – man weiß nie, wo gerade der nächste Sender ist. Deshalb macht im Auto eine Dachantenne Sinn, die in alle Richtungen strahlt. Diese gibt s auch als Kombianatenne mit GPS und/oder WLAN, um zum Beispiel über einen zusätzlichen WLAN-Repeater auch externe WLAN-Hotspots nutzen zu können.

 

SIM-Karte in anderen Geräten, andere SIM-Karten im Gigacube

Es kursieren immer wieder Gerüchte, dass beim Gigacube SIM-Karte und Gerät fest miteinander verbunden sind.

Das ist alles Quatsch.

Erster Versuch: fremde SIM-Karten im Gigacube verwenden. Ich habe eine im Netz der Telekom arbeitende Datenkarte in den Gigacube eingesetzt, diesen eingeschaltet – und konnte sofort surfen. Der Gigacube hat sofort die richtige APN erkannt und benutzt.

Sollte das mal nicht klappen, kann man die APN des Anbieters manuell festlegen, indem man sich in den Gigacube einloggt.

Unter „Verbindungs-

aufbau“ – Profil-verwaltungkann man ein neues Profil anlegen, das der Gigacube auch sofort benutzt.

 

 

 

Zweiter Versuch – SIM-Karte in anderen Geräten benutzen.

Zur Verfügung standen ein Minirouter R216 von Vodafone, ein Telekom Speedport LTE II und ein Teltonika RUT-950. Wichtig: man muß die richtige APN einstellen für die Gigacube-SIM-Karte, nämlich „home.vodafone.de„. Danach war es egal, in welches Gerät ich die SIM-Karte eingelegt habe – ich konnte problemlos surfen.