Alternative LTE-Router für den Gigacube-Tarif

In der letzten Zeit wurde von verschiedenen Kunden der Wunsch an uns herangetragen, den Gigacube mit einem anderen LTE-Router als dem von Vodafone zur Verfügung gestellten zu nutzen. Die Gründe sind ganz verschieden. Man traut Huawei nicht über den Weg, weil immer noch Spionagevorfürfe gegen den Konzern im Raum stehen. Man will mehr aus dem Netz herausholen – gerade für Nutzer des ersten Gigacube ein sehr verständlicher Wunsch. Man will den Gigacube im Auto, im Wohnmobil oder im Boot nutzen – dafür sind die Geräte einfach zu klobig. Oder man wünscht sich einfach mehr Design und mehr Komfort.

Daher haben wir mehrere alternative Routerins Angebot aufgenommen.

Für die Camper und diejenigen, die den Gigacube ins Fahrzeug oder Boot einbauen wollen, haben wir die Teltonika-Serie im Programm – kleine, leistungsstarke Geräte, die auch die WLAN-Antennen als externe Anschlüsse nach außen geführt haben und zum Teil zwei SIM-Karten aufnehmen können – die vom Gigacube für Deutschland, eine zweite fürs Ausland. Außerdem können sie auch im WLAN-Repeater-Modus betrieben werden und so das WLAN des Campingplatzes ins Fahrzeug holen.
Ebenso für Fahrzeuge geeignet: der Netgear M1 mit Cradle zur Montage im Fahrzeug, ohne dass er seine mobile Funktion verliert – er kann trotzdem auch außerhalb des Fahrzeugs benutzt werden.

Für diejenigen, die mehr Design in Verbindung mit maximaler Downloadrate wünschen, haben wir den Netgear Orbi 4G aufgenommen. Wir waren beim ersten Test sehr erstaunt, was dieser Router aus dem Netz bei gleicher Last und gleichen Empfangsbedingungen herausholt – das war mehr als der Faktor 2 gegenüber dem Huawei B528 (Gigacube erste Generation). Dabei bietet er auch etwas fürs Auge und kann mit den Nergear Mesh-Geräten in Sachen WLAN-Abdeckung sehr einfach erweitert werden.

Ein Maximum an Leistung ist auch erzielbar mit den Netgear M1 – auch er kann als stationärer Router ohne Akku betrieben werden und holt ähnliche Downloadraten aus dem Netz wie der Netgear Orbi 4G.

Wer einfach nur den Huawei-Router gegen ein anderes Gerät gleicher Leistung austauschen will, dem empfehle ich den TP-Link MR600 – ein Cat.6 Router, der einiges mehr an Funktionen mitbringt im Vergleich zum Huawei.

Wer einfach nur einen preiswerten kleinen, flachen LTE-Router haben möchte, der einfach in der Konfiguration ist, dem sei der Zyxel LTE3202 ans Herz gelegt (Cat.4)

Neuer 5G Gigacube

Vodafone hat begonnen, den ländlichen Raum mit 5g auszubauen. Dafür wird LTE-700 benutzt, eine sehr niedrige Frequenz, die zwar keine exorbitanten Bandbreiten produziert, dafür aber eine hohe Reichweite hat. Somit kann man mit wenigen Sendestationen große Gebiet versorgen. Für diese Frequenz hat Vodafone einen neuen 5G Router herausgebracht unter dem Namen Gigacube 5g. Er unterscheidet sich äußerlich nicht von dem Vorgänger gleichen Namens, der aber nur für die hohen Frequenzen ausgelegt war sprich für 3500 Megahertz.

Der neue Gigacube 5G hat allerdings den Nachteil, dass er keinen Antennenanschluss besitzt. Wenn man mit diesem Gerät also keinen brauchbaren Empfang hat, kann man nichts tun, um ihn zu verbessern. In diesem Fall sollte man auf dem Gigacube basic umsteigen, den Vodafone aktuell im Angebot hat. Dabei handelt es sich um den Huawei B818, der auch die entsprechenden Antennenanschlüsse besitzt, aber nur LTE unterstützt. Man kann nur hoffen, dass möglichst bald weitere Hersteller 5G-fähige Router auf den Markt bringen, damit die Auswahl wächst und man auch auf andere Geräte mit Antennenanschluss zurückgreifen kann.

5G – was ist das ?

Es gab monatelang großes Tamtam um die Versteigerung der 5G-Frequenzen – ohne dass jemand sagen konnte, was das eigentlich ist.

5G ist eine neue Übertragungstechnologie von Daten über die Mobilfunknetze, die mit gegenüber LTE fortschrittlichen Modulationsverfahren arbeitet und deshalb bei derselben Bndbreite mehr Daten transportieren soll. Außerdem soll die Latenz – also die Verzögerung zwischen Anfrage und Antwort, auch PING genannt – deutlich kürzer werden als bisher, man spricht von 1 ms – bei LTE sind 20-100 ms normal.

Beginnen wir mit den Frequenzen. Versteigert wurden zuletzt vor allem Frequenzen im Bereich von 3,8 GHz – also 3800 MHz. Das ist das doppelte bis vierfache der bisher verwendeten LTE-Frequenzen. Bei diesen Frequenzen treten Reichweitenprobleme und Probleme mit der Indoor-Versorgung noch weitaus intensiver auf, als es bei LTE der Fall ist. Um eine Flächenversorgung sicherzustellen, sind damit ein Vielfaches an Basisstationen notwendig gegenüber den jetzigen LTE-Basisstationen. Wer also glaubt, dass er damit das bessere Internet in die Wohnung bekommt, wird feststellen, dass das oft nur mit zusätzlichem Aufwand möglich ist.

Zusätzlich sind Frequenzen im Millimeterwellenbereich geplant – oberhalb von 24 GHz. Diese Frequenzen eignen sich nur als Ersatz für die „letzte Meile“ – also quasi für die Strecke vom Telefonverteiler zum Haus, denn hier funktioniert nur Richtfunk mit direkter Sichtverbindung. Schließlich werden mittelfristig die jetzt noch für 3G genutzten Frequenzen um 2000 MHz hinzukommen, die eine Abdeckung ähnlich wie 3G bieten werden.

Die Versprechen hinsichtlich des PING von 1 ms und weniger sind – genau besehen – unrealistisch. Es ist nicht nur die reine Signallaufzeit vom Sender zum Empfänger zu betrachten – hier reicht eine Millisekunde für 150 km Entfernung – sondern zusätzlich die Verarbeitungszeit der Signale in der Basisstation und im Zentralrechner des Mobilfunkunternehmens. Hinzu kommen die Laufzeiten zum angefragten Server und zurück sowie dessen Verarbeitungszeit. Realistisch sind da eher 20-30 ms, und dieser Wert wird schon jetzt mit einer (guten) LTE-Verbindung realisiert.

Bleibt noch die Bandbreite. Aufgrund der verwendeten hohen Frequenzen steht mehr Frequenzbreite zur Verfügung, die pro Kanal genutzt werden kann. Somit sind in der Tat Bandbreiten von 500 MBit/s und mehr realisierbar, ohne dass man zu Kunstgriffen wie Frequenzbündelung oder so greifen muß. Erfahrungsmäßig muß man aber damit rechnen, dass datenhungrige Anwendungen auch diese Bandbreite ausreizen werden.

Gigacube goes 5G

Da alle Mobilfunkunternehmen mittlerweile auch 5G ausbauen, gibt es natürlich auch den Gigacube mit 5G Hardware. Auch hier kommt der Router – wie bei Vodafone üblich – von Huawei. Neben 5G unterstützt er auch 4G.

Die bislang genutzten 5G-Frequenzen sind sehr hochfrequent – mit 3,8 GHz liegen sie mehr als doppelt so hoch wie die bislang benutzten LTE-1800 und mehr als viermal so hoch wie LTE-800. Den Vorteil der hohen übertragbaren Bandbreite erkauft man sich aber damit, dass derart kurzwellige Frequenzen von sämtlichen Materialien geschwächt werden – weitaus stärker als bei LTE – und deshalb sowohl die Reichweite als auch der Indoor-Empfang deutlich schlechter sind. Aus diesem Grund haben wir leistungsstarke 5G-fähige Antennene im Angebot, die natürlich auch weiterhin alle LTE-Frequenzen unterstützen.

Für den stationären Einsatz gibt es zwei Modelle – zum einen die 5G/LTE MIMO High Gain von Panorama Antennas mit 2 x 9 dBi Gewinn, die wir sowohl in der Standardversion mit frei wählbaren Antennenkabeln als auch in der Special-Version mit 5 m fest montiertem Kabel anbieten.

Das zweite ist die sehr leistungsstarke SIRIO LOGPER-2 als LTE-Set. Diese Antenne liefert im Bereich der 5G-Frequenzen 2 x 14 dBi (bei LTE-1800 und LTE-2600 ca. 11 dBi).

Auch für Fahrzeuge gibt es bereits erste 5G-fähige Modelle. Als mobile Antenne, die auch zuhause oder im Hotel auf dem Fensterbrett genutzt werden kann, ansonsten bei wechselnden Fahrzeugen oder Leasingautos Sinn macht, kommt die LPAMM-B3C von Panorama Antennas daher. Unter den fest montierbaren Fahrzeugantennen haben wir mittlerweile fünf verschiedene Modelle, die alle 5G unterstützen – im Haifischflossen-Design für metallische Fahrzeugdächer, insbesondere für PKW, als auch in runder Form, die sich auch für Kunststoffdächer eignen wie Wohnwagen, LKW, Einsatzfahrzeuge oder Lieferwagen.

Aber auch, wenn man noch kein 5G-fähiges Gerät hat, macht es Sinn, bei Anschaffung einer Antenne auf deren 5GäFähigkeit zu achten, um beim Ausbau des 5G-Netzes nicht noch einmal neu investieren zu müssen.

Keine Antennen mehr von Novero Dabendorf

Novero Dabendorf hat über mehrere Jahre sehr beliebte Monoband-Richtantennen gefertigt und verkauft und der Handelsbezeichnung Novero Dabendorf LTE-800 MIMO / LTE-1800 MIMO / LTE-2100 MIMO und LTE-2600 MIMO. Die Produktion dieser Antennen wurde eingestellt. Wir haben noch einene Restposten der Novero Dabendorf LTE-800 MIMO, die gerade im ländlichen Raum viel Zuspruch gefunden hat, da Vodafone dort vorrangig LTE-800 einsetzt. Wenn diese alle sind, kommen nur noch Breitbandantennen zum Einsatz.

Neue Antennentypen werden wir demnächst in unser Sortiment aufnehmen.

Vergleich der DSL-Alternativen – UPDATE

Vodafone ist mit seinem Gigacube nicht der einzige Anbieter, der DSL-Alternativen via Mobilfunk anbietet. Deshalb hier der Vergleich:

a) Vodafone:

  • Drei Tarife – 50 GByte/Monat für 24 Monate oder nur bei Nutzung abgerechnet ODER 200 GByte/Monat für 24 Monate
  • Kosten: 50 GByte/Monat für 34,99 Euro/Monat ODER 200 GByte/Monat für 44,99 Euro/Monat jeweils zzgl. Aktivierung
  • Nutzung: in ganz Deutschland ohne Ortsbindung, keine Auslandsnutzung
  • Hardware: HUAWEI B528 – Cat.6-Router für bis zu 300 MBit/s
  • Geschwindigkeit: bis zu 200 MBit/s
  • passende Antennen für dieses Gerät gibt es HIER

b) Congstar (Telekom-Netz) – UPDATE:

  • Sechs Tarife:
    – Homespot 30 (30 GByte/Monat bei 24 Monate Laufzeit oder 20 GByte/Monat ohne Laufzeit, jeweils 20 Euro/Monat, bis 50 MBit/s)
    – Homespot 100 (100 GByte/Monat bei 24 Monaten Laufzeit oder 40 GByte/Monat ohne Laufzeit, jeweils 30 Euro/Monat, bis 50 MBit/s)
    – Homespot 200 (200 GByte/Monat bei 24 Monaten Laufzeit oder 80 GByte/Monat ohne Laufzeit, jeweils 45 Euro/Monat, bis 50 MBit/s)
    Jeweils zzgl. Aktivierung
  • Nutzung: ortsgebunden an eine fest Adresse
  • Hardware: Alcatel HH40V – Cat.4 – Router bis 150 MBit/s
  • Geschwindigkeit:50 MBit/s max.
  • NEU: bis 6 Monate Pausieren möglich für 20 Euro/Pause – interessant für Gartenhaus, Dauercamper usw. !
  • passende Antennen für dieses Gerät gibt es HIER

c) O2 Businessspot:

  • nur noch ein Tarif: 50 GByte/Monat mit 24 Monaten Laufzeit oder ohne Laufzeit
  • Kosten: 23,80 Euro/Monat bei 24 Monaten Laufzeit zzgl. Aktivierung
  • Nutzung: deutschlandweit ohne Ortsbindung, keine Auslandsnutzung
  • Hardware: HUAWEI B525 – Cat.6 – Router bis 300 MBit/s
  • Geschwindigkeit: bis 150 MBit/s
  • nur über Hotline erhältlich
  • passende Antennen für dieses Gerät gibt es HIER

d) ORTEL Internet zuhause (Netz: O2):

  • Prepaid-Tarif60 GByte/28 Tage für 29,99 Euro
  • Nutzung: deutschlandweit ohne Ortsbindung, keine Auslandsnutzung
  • Hardware: WINSTRON WLD71, Cat.4-Router bis 150 MBit/s, muß mit gekauft werden für 69,99 Euro
  • Geschwindigkeit: bis 21 MBit/s
  • nur bei ausgewählten ORTEL-Händlern erhältlich, Adresse muß bei der ORTEL-Hotline erfragt werden.
  • passende Antennen zu diesem gerät gibt es HIER

Fazit: wer den Tarif nur an einer festen Adresse nutzen will, sollte zuallererst die Netzabdeckung prüfen, bevor er eine Entscheidung trifft. Danach ist es vor allem eine Frage des Bedarfs.
Wer den Internetzugang an wechselnden Orten braucht, ist mit dem Vodafone Gigacube am besten aufgehoben dank der sehr guten Netzabdeckung von Vodafone. Je nach Aufenthaltsort kann – nach Prüfung der Netzabdeckung – auch der o2 Homespot infrage kommen.
Wer innerhalb der O2 LTE-Netzabdeckung wohnt und nur für kurze Zeit (wenige Monate) einen Internetzugang benötigt, sollte sich das ORTEL-Angebot näher ansehen.

WLAN-Probleme des Gigacube

Der Vodafone Gigacube ist ein WLAN-LTE-Router – er baut also eine Internetverbindung auf und stellt diese drahtlos per WLAN (und über LAN-Kabel) zur Verfügung, und das auf zwei Frequenzen – 2,4 GHz als auch auf 5 GHz. Mit 5 GHz ist die übertragbare Bandbreite größer, und es sind mehr Kanäle vorhanden, um Störungen zu minimieren. Aber nicht jedes WLAN-fähige Gerät unterstützt WLAN auf 5 GHz. 2,4 GHz ist die älteste für WLAN eingesetzte Frequenz – Bandbreite bis 300 MHz, aber größere Reichweite. Die Frequenz 2,4 GHz wird von fast allen WLAN-fähigen Geräten unterstützt. Nachteil: in dicht besiedelten Gebieten kommt es oft zu Störungen durch benachbarte WLAN-Geräte, was zu einer Einschränkung der Reichweite führt.

WLAN ist eine Funktechnik, und damit ist die Reichweite von WLAN begrenzt. Je weiter man sich von dem WLAN-Router entfernt, desto schlechter wird der Empfang. Damit einher geht auch eine Verringerung der Übertragungsrate. Außerdem stören Wände und andere Materialien zusätzlich den Empfang. Wände und Decken aus Stahlbeton können für WLAN zu einer fast undurchdringlichen Barriere werden.

Außerdem steht man mit einem LTE-Router vor einem Dilemma: für eine möglichst gleichmäßige WLAN-„Ausleuchtung“ der Wohnung oder des Hauses müßte der Vodafone Gigacube möglichst im Zentrum der Wohnung/des Hauses stehen. Das ist aber der Ort mit dem schlechtesten LTE-Empfang. Steht der Gigacube hingegen am Fenster für optimalen LTE-Empfang, werden entfernte Teile der Wohnung oder des Hauses vom WLAN des Gigacube praktisch nicht mehr erreicht.

Um dieses Problem zu lösen, gibt es zwei Ansätze:

a) WLAN-Repeater
Ein WLAN-Repeater ist ein Gerät, das ein vorhandenes WLAN-Signal aufnimmt und verstärkt wieder abstrahlt. Wie so etwas funktioniert, können Sie sich in diesem Youtube-Video ansehen. Je nachdem, welche WLAN-Frequenzen Sie nutzen wollen, empfehlen wir verschiedene Geräte unterschiedlicher Hersteller, die optimal mit dem Gigacube zusammenarbeiten. Wir empfehlen jedoch NICHT, einfache Geräte zu verwenden, die einfach in eine vorhandene Steckdose gesteckt werden – damit erreicht man nie den optimalen Standort für den Repeater, außerdem sind diese Geräte in ihrer Leistungsfähigkeit gegenüber den größeren Geräten beschränkt.
Der größte Vorteil der WLAN-Repeater ist, dass sie die WLAN-Reichweite vergrößern, ohne dass zusätzliche Kabel verlegt werden müssen. Nachteilig ist die Beschränkung der erreichbaren Geschwindigkeit – sie ist immer nur so groß wie sie an dem Standort ist, an dem der Repeater aufgestellt wird.

b) WLAN – Access Points
WLAN – Access Points sind Geräte, die über ein LAN-Kabel mit dem Vodafone Gigacube verbunden werden. Sie bauen am Aufstellungsort ein eigenes WLAN-Netz auf und erreichen die vole Übertragungsrate. Für Räume, die über Stahlwände oder Stahlbetonwände oder -decken vom Gigacube getrennt sind, sind sie oft die einzige Möglichkeit, diese Räume mit WLAN zu versorgen. Die Geräte sind dieselben wie für die Funktion als WLAN-Repeater – sie werden nur durch Einstellung der Konfiguration in den entsprechenden Modus versetzt.

Der große Vorteil der Access Points ist ihre Übertragungsgeschwindigkeit – sie sind genauso schnell wie das WLAN-Netz des Gigacube. Nachteilig ist die notwendige Verkabelung.