Vodafone Zufriedenheitsgarantie

Vodafone ist – aus meiner Sicht zurecht – von seinem neuen Produkt Gigacube so überzeugt, dass es den Kunden ein Sonderkündigungsrecht von 30 Tagen ab Kauf einräumt. Dieses Sonderkündigungsrecht heißt bei Vodafone „Vodafone Zufriedenheitsgarantie“. Wenn man mit dem Gigacube und/oder dem Vodafone-Netz nicht zufrieden ist, kann man dieses Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen, der Vertrag endet und man bekommt den einmaligen Produktpreis erstattet.

Der Haken an der Sache: man muß den Gigacube mit der SIM-Karte auf dem Weg zurückgeben, wo man ihn erworben hat. Bei Onlineabschluß des Vertrages über das Vodafone-Portal ist das in der Regel problemlos. Der Sendung liegen alle notwendigen Informationen für die Rückgabe bei.

Anders scheint es im stationären Handel auszusehen. Im Vodafone-Forum berichten bereits mehrere Kunden, dass sich der Händler im Laden geweigert hat, den Gigacube zurückzunehmen und die Vodafone-Zufriedenheitsgarantie umzusetzen.

Meine Vermutung ist, dass es sich hier nicht um Vodafone Partnershops gehandelt hat, sondern um freie Händler, die nicht direkt über Vodafone arbeiten, sondern über den Umweg über einen Großhändler. Wer sich also nicht sicher ist, ob der Gigacube bei ihm auch so funktioniert, wie er hofft, sollte daher den Weg zu einem Vodafone Partnershop gehen oder direkt bei Vodafone bestellen.

Telefonieren mit dem Vodafone Gigacube – Teil 2

Normalerweise möchte man nicht mit einem Handy telefonieren, wenn man zuhause ist, sondern mit einem normalen Festnetztelefon. Es gibt auf dem Markt etliche Festnetztelefone, die IP-fähig sind.

Für diesen Test sollte es das Gigaset C430a Go sein – ein DECT-Telefon, das sowohl an einem normalen Telefonanschluß als auch an jedem Internetrouter funktioniert, für rund 70 Euro zu haben. Es hat eine komfortable Möglichkeit zur Konfiguration für die Internettelefonie – es sind so ziemlich alle VoIP-Anbieter Deutschlands abgespeichert. Man muß nur noch die Zugangsdaten eingeben – der Rest ist bereits voreingestellt. Und das Ganze extrem komfortabel – man ruft vom PC oder Tablet eine Internetadresse von Gigaset auf. Die Webseite sucht das Telefon, und man kann direkt am Bildschirm alle Einstellungen vornehmen.

So sieht der fertige Aufbau aus. Die schwarze Basisstation wird mit dem LAN-Anschluß des Vodafone Gigacube verbunden, und schon kann die Konfiguration losgehen.

Nach den Erfahrungen mit dem Handy ist es spannend, ob wirklich alle zuvor getesteten Anbieter funktionieren.

Und siehe da – keiner macht Probleme, unabhängig vom Transportlayer. Die Klangqualität ist noch einmal deutlich besser als am Handy. Wer also zum Beispiel von einem LTE zuhause-Tarif kommt, kann seine Festnetznummer zu einem VoIP-Anbieter portieren und sich so unabhängig machen von seinem Internet-/Telefonanbieter.

Telefonieren mit dem Vodafone Gigacube – Teil 1

Wenn man einen neuen LTE-Router hat, der auch noch über einen Telefonanschluß verfügt, liegt die Versuchung nahe, ihn auch für die Telefonie zu benutzen. Aber leider ist der Gigacube in dieser Hinsicht doppelt kastriert – der Tarif kennt keine (normale) Telefonie, und der Anschluß selbst ist nicht benutzbar.

Aber damit sind noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Alle Telefonanbeiter fürs Festnetz benutzen mittlerweile für Neuanschlüsse (fast) nur noch VoIP (Voice over IP – Internettelefonie). Das wird dem Kunden wohlweislich verschwiegen, denn VoIP hat – zu Unrecht – keinen guten Ruf.

Es gibt aber auch reine VoIP-Telefonanbieter. Mit diesen Anbietern kann man seine  – dorthin übertragene oder neu zugeteilte – Festnetz-Telefonnummer weltweit benutzen. Das Einzige, was man dazu benötigt, ist ein Internetanschluß und ein passendes Telefon. Entweder ein „echtes“ VoIP-Telefon, die es zum Beispiel von Gigaset gibt – dazu im zweiten Teil mehr – oder man verwendet sein normales Smartphone mit einer passenden App wie zum Beispiel Zoiper. Diese App hat den Vorteil, dass sie bereits viele VoIP-Anbieter als Profile hinterlegt hat. Man muß nur noch die Zugangsdaten eingeben und sich nicht mit vielfältigen Einstellungen herumärgern.

Eine Liste der deutschen VoIP-Anbieter findet man inklusive der Tarife der Anbieter auf der Seite Teltarif.de, die auch sonst umfangreiche Informationen zum Thema Kommunikation bereithält

Ich selbst nutze unter anderem SIPGate und Ventengo. Die Zugangsdaten sind in der App hinterlegt, und wo immer ich einen Internetanschluß habe, der VoIP zuläßt, kann ich diese benutzen. Das klappt mit fast allen Internetzugängen unterwegs und allen Festnetz-Internetroutern. Im Mobilfunkbereich sieht das schon anders aus. Manche Tarife sind für VoIP explizit gesperrt. Andere können nur 3G – da kann die Verständlichkeit schon ziemlich leiden, bei 2G geht fast gar nichts. Auch überlastete Netze, wie sie in den Innenstädten vor allem bei O2 vorkommen, machen das Telefonieren über das Internet unmöglich.

Soweit die Theorie. Aber wie sieht die Praxis aus ? Also das Smartphone mit dem Gigacube verbinden und warten, bis sich die Profile mit den Servern der Anbieter verbunden haben.

Nun, das sieht gar nicht gut aus. SIPGate funktioniert nicht, nur Ventengo klappt. Die Ursache ist der Transportlayer. SIPGate unterstützt nur UDP, aber kein TCP als Transportlayer. Ventengo hingegen unterstützt auch TCP – und funktioniert deshalb. UDP macht auch mit anderen Geräten Probleme. Aber liegt es am Gerät oder am Tarif ?

Also die SIM-Karte rausgenommen aus dem Gigacube und in einen Vodafone B2000-Router gesteckt. Und siehe da – alle Profile bekommen eine Verbindung zu ihrem Server, und die Telefonie klappt problemlos.

Was lernen wir daraus ?

Wer mit dem Gigacube als Gerät auch übers Smartphone telefonieren will, sollte bei der Auswahl des Anbieters darauf achten, dass auch TCP als Transportlayer funktioniert. Fast alle Anbieter bieten einen Testzugang, über den man es zunächst testen kann. Diesen Test sollte man auch durchführen, um spätere unliebsame Überraschungen zu vermeiden. Oder man entscheidet sich von vornherein für einen anderen Router…

Wechsel von Vodafone LTE Zuhause zu Gigacube

So mancher, der bislang die LTE Zuhause-Tarife von Vodafone nutzen, schaut sehnsüchtig auf den Vodafone Gigacube– mehr Datenvolumen, modernerer Router, oftmals auch noch weniger Kosten im Monat. Der Nachteil des Gigacube-Tarifs ist allerdings, dass man über den Gigacube nicht (ohne weiteres) telefonieren kann. Außerdem gilt immer: Abgeschlossene (Zuhause-)Verträge sind einzuhalten, laufen also bis zum Ende der Laufzeit.

Wer den Zuhause-Tarif nur zum Surfen nutzt, aber noch nicht aus dem Vertrag herauskommt, kann sich einfach einen Vodafone Gigacube als Flex-Version holen und ihn nur dann benutzen, wenn das Datenvolumen des Zuhause-Tarifs aufgebraucht ist. Man zahlt nur in dem Monat, in dem man den Gigacube auch benutzt.

Will man umsteigen vom Zuhause-Router auf den Gigacube – den HUAWEI B528 – was schon von der Hardware her zu empfehlen ist – reicht es nicht immer, einfach nur das Gerät auszutauschen. Oftmals wurde eine externe Antenne installiert, um den Empfang zu optimieren. Diese kann mit einem einfachen Adaptersatz von der Norm der Zuhause-Router – SMA – auf den Gigacube weiter benutzt werden.

Der Gigacube im Ausland

Wenn man 50 GByte Datenvolumen hat, sollte man denken, das man zumindest einen Teil davon auch i Ausland nutzen kann. Aber dem ist nicht so.

Der Gigacube-Tarif ist nicht im Ausland nutzbar !

Anders sieht es mit dem Gigacube-Router aus. Wenn man eine auslandsfähige Daten-SIM-Karte hat, steckt man diese in den Gigacube, aktiviert das Roaming und kann sie überall nutzen, wo die SIM-Karte dies zuläßt.

Wenn man eine Daten-SIM-Karte des Landes benutzt, in dem man sich aufhält, muß man in der Regel nichts weiter tun, als die SIM-Karte in den Gigacube-Router zu stecken – sofern die PIN abgeschaltet ist, kann es sofort losgehen.

 

Mit dem Gigacube unterwegs

Der Vodafone Gigacube ist gerade als Flex-Tarif, bei dem man nur in den Nutzungsmonaten zahlt, geradezu prädestiniert dafür, ihn mit in den Urlaub, ins Gartenhaus, aufs Hausboot oder zum Camping mitzunehmen oder ihn sogar im Auto zu installieren.

Wenn man den Gigacube im Auto benutzen will, hat man ein kleines Problem: zum einen möchte das Netzteil gern 230V haben – die sind im Auto nicht vorhanden. Der Gigacube selbst möchte 12 V haben – im Auto auch nicht unproblematisch, denn das Bordnetz liefert zwar nominal eine Spannung von 12 V, die aber real im Bereich zwischen 10 und 15 Volt mit Spannungsspitzen bis 20 Volt liegt. Diese Schwankungen und vor allem die Störungen im Bordnetz mag der Gigacube nicht. Sie führen zu Störungen des Routers, und die Spannungsspitzen können zu einer Zerstörung der Geräts führen.

Wir empfehlen daher die Verwendung eines passenden KFZ-Netzteils, das Spannungen bis 30 V auf die vom Gigacube benötigten 12V wandelt und mit einer Belastbarkeit von 3 Ampere mehr als genug Reserven für den Gigacube bietet. Das Netzteil kommt auch mit den 24V-Bordnetzen von LKWs und Motorbooten klar.

Im Ferienhaus oder im Gartenhaus, aber oft auch beim Camping sind 220V vorhanden. Hier ist eher das Problem, dass die schönsten Gegenden oft eine schlechte Funkversorgung haben.

Hier bietet es sich an, zu einer leistungsstarken Richtantenne zu greifen. Entweder installiert man sie fest am Gebäude – möglichst weit oben für besten Empfang – oder – wenn man zum Beispiel eine Ferienwohnung nur gemietet hat – nutzt man ein Antennenstativ für die Aufstellung der Antenne.

Im Auto ist das eine schlechte Lösung – man weiß nie, wo gerade der nächste Sender ist. Deshalb macht im Auto eine Dachantenne Sinn, die in alle Richtungen strahlt. Diese gibt s auch als Kombianatenne mit GPS und/oder WLAN, um zum Beispiel über einen zusätzlichen WLAN-Repeater auch externe WLAN-Hotspots nutzen zu können.

 

Schlechter Empfang zuhause – was tun ?

Als erstes hilft ein Blick in die Netzabdeckungskarte – sie zeigt in der Detailansicht, aus welcher Richtung der Sender strahlt. In die Richtung sollte man den Vodafone Gigacube ans Fenster stellen. Außerdem zeigt sie, welche Technologie – LTE oder 3G – am Einsatzort vorhanden ist. Ggfs. muß man den Gigacube umstellen:

Also wieder einloggen in den Gigacube, und unter Verbindungsausbau – Netzwerk-Einstellungen kann man unter „bevorzugter Modus“ 4G (=LTE) oder 3G auswählen.

Hilft auch das nichts, weil die Wände zuviel vom Signal schlucken und die Fenster aus Wärmeschutzverglasung bestehen, die nicht nur die Wärme, sondern auch die Funkwellen zurückhalten, hilft nur eine Außenantenne. WICHTIG: eine Antenne muß immer auf den Sender ausgerichtet werden, sie nutzt nichts, wenn sie auf der dem Sender abgewandten Seite des Hauses montiert wird.

Wir empfehlen entweder die Panorama LTE MIMO universal HighGain – eine Breitbandantenne mit 9 dBi Gewinn, die alle LTE- und 3G-Frequenzen abdeckt und damit zukunftssicher ist, wenn Vodafone weitere Frequenzen ausbaut, oder in ländlichen Gegenden, wo die Netzabdeckungskarte nur „bis 75 MBit/s“ anzeigt, die Novero Dabendorf LTE-800 MIMO als Singlebandantenne, die nur LTE-800 kann.

Die Antennen sollten mit sehr gutem Antennenkabel an den Gigacube angeschlossen werden – bis 7 Meter CS29 TWIN, bis 15 Meter H2007 oder äquivalente Kabeltypen – sonst fressen die Verluste des Kabels den Antennengewinn wieder auf. Nur die Bezeichnung „Low loss“ ist nichtssagend – unter dieser Bezeichnung werden auch Kabel verkauft, die im LTE-Frequenzbereich sehr hohe Verluste haben.

Wichtig: Achten Sie beim Kauf der Antennen darauf, dass die notwendigen Adapter für den Gigacube mit dabei sind und dass es sich um Adapter handelt, die aus einem dünnen Kabel mit zwei Anschlüssen an beiden Seiten handelt – eine Seite für die Antenne, andere Seite für den Gigacube. Es gibt auch andere Adapter, die aus einem Metallstück bestehen, das auf einer Seite das Antennenkabel und auf der anderen Seite den Gigacube-Anschluß haben. VORSICHT – verlustarme Antennenkabel sind mindestens 5 mm dick und können durch ihre Steifigkeit erhebliche Kräfte auf den Anschluß am Gigacube ausüben und die empfindlichen Anschlüsse ausbrechen!

Ich kann vor diesen Mini-Adaptern daher nur warnen !

Wenn Sie die Antennenkabel nicht durch eine Bohrung in Wand oder Fensterrahmen oder unter einem Dachziegel ins Haus legen dürfen oder wollen, gibt es Fensterdurchführungen. Das sind dünne RG-316-Teflonkabel, die mit einem Schutzmantel überzogen sind und in den Fensterfalz eingelegt werden können. RG-316 ist spezielles, sehr robustes dünnes HF-Kabel mit dem richtigen 50 Ohm Wellenwiderstand für diese Zwecke.

VORSICHT: Es werden leider immer wieder auch Fensterdurchführungen aus Fernost angeboten, die nur aus einem dünnen Film bestehen – diese sind zum einen sehr empfindlich, zum anderen haben sie durch den falschen Wellenwidderstand von 75 Ohm sehr hohe Verluste. Diese Fensterduchführungen sind eigentlich für Sat-Antennen gedacht.

Wenn Sie nun die Antenne montiert haben, können Sie mit dem kleinen Programm LTEWatch sehr einfach und schnell die Antenne aufs Optimum ausrichten.

SIM-Karte in anderen Geräten, andere SIM-Karten im Gigacube

Es kursieren immer wieder Gerüchte, dass beim Gigacube SIM-Karte und Gerät fest miteinander verbunden sind.

Das ist alles Quatsch.

Erster Versuch: fremde SIM-Karten im Gigacube verwenden. Ich habe eine im Netz der Telekom arbeitende Datenkarte in den Gigacube eingesetzt, diesen eingeschaltet – und konnte sofort surfen. Der Gigacube hat sofort die richtige APN erkannt und benutzt.

Sollte das mal nicht klappen, kann man die APN des Anbieters manuell festlegen, indem man sich in den Gigacube einloggt.

Unter „Verbindungs-

aufbau“ – Profil-verwaltungkann man ein neues Profil anlegen, das der Gigacube auch sofort benutzt.

 

 

 

Zweiter Versuch – SIM-Karte in anderen Geräten benutzen.

Zur Verfügung standen ein Minirouter R216 von Vodafone, ein Telekom Speedport LTE II und ein Teltonika RUT-950. Wichtig: man muß die richtige APN einstellen für die Gigacube-SIM-Karte, nämlich „home.vodafone.de„. Danach war es egal, in welches Gerät ich die SIM-Karte eingelegt habe – ich konnte problemlos surfen.

 

Wie gut ist mein Empfang ?

Um zu erfahren, wie gut der Empfang des Gigacube ist, gibt es zwei Möglichkeiten – entweder man verwendet die Bordmittel des Routers oder man verwendet ein kleines kostenloses Programm namens LTEWatch.

Beginnen wir mit den Bordmitteln.

Dazu loggen wir uns in den Router ein, indem wir in der Adresszeile des Router „192.168.8.1“ eingeben. Danach bekommen wir gezeigt, welchen Anbieter (in diesem Fall Vodafone) mit welcher Technologie (in diesem Fall 4G = LTE) und als grobe Orientierung in welcher Empfangs-stärke (fünf Balken) die Box verwendet. Wir wollen es aber genauer wissen. Deshalb klicken wir auf „Einstellungen„.

Danach noch ein Klick auf „Geräte-informationen„, und schon erscheint obige Liste. Uns interessieren eigentlich nur die Werte RSRP und RSRQ. RSRP gibt die Empfangsstärke an – die hier gezeigten -98 dB sind nicht sonderlich gut, aber man kann damit arbeiten. Der Gesamtbereich reicht von -50 dB (Exzellent) bis -115…-120 dB (Abbruch der Verbindung).

Der zweite relevante Wert ist RSRQ – er ist Maßstab für die Signalqualität. „Sehr gut“ ist ein RSRQ von -3, „Sehr schlecht“ alles, was jenseits von -15 ist. Der RSRQ hat auf die erreichbare Geschwindigkeit einen großen Einfluß. Wenn man einen schlechten RSRP hat (z.B. -105 dB) und einen sehr guten RSRQ (-3 dB), kann man trotzdem im LTE-2600-Bereich 100 MBit/s erreichen. Wenn man hingegen einen guten RSRP (z.B: -70) und einen sehr schlechten RSRQ hat (-15 dB), sind selbst 20 MBit/s schon unerreichbar.

Kommen wir nun zur Nutzung eines kostenlosen kleinen Programms zur Bestimmung der Empfangswerte. Es gibt auf der Seite LTE-Anbieter.info das Programm „LTE-Watch“ zum Download. Das Programm funktioniert unter Windows 7, 8.1 und 10. Damit kann man von zahlreichen aktuellen HUAWEI-Geräten die Empfangsdaten auslesen und noch einiges mehr – doch dazu später.

Wenn Sie das Programm heruntergeladen und entpackt haben, starten Sie es. Nun kommt die erste Hürde – die Einstellungen, ummit dem Programm arbeiten zu können.

Bitte wählen Sie wie auf dem Bild zu sehen als Zugangsmethode „Passwort“ und geben Sie als Adresse „192.168.8.1“ ein. Als Passwort geben Sie das Passwort ein, das Sie bei der Ersteinrichtung des Routers festgelegt haben. Nun klicken Sie auf „Speichern“, und LTEWatch beginnt zu arbeiten, indem das Programm die aktuellen Werte aus dem Gigacube ausliest und sowohl als Zahlen als auch grafisch darstellt. Außerdem zeigt es die Maxima und Minima der entsprechenden Werte an.

 

 

Der grafische Mode ist insbesondere dann interessant, wenn man entweder die Position des Gigacube oder eine Antenne ausrichten will für bestmöglichen Empfang.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ebenso interessant ist der „Big Mode„, der formatfüllend die entsprechenden Werte als Zahlen anzeigt. Mit der „Esc“-Taste kann man ihn wieder verlassen.

 

Kommen wir nun zu den weiteren Möglichkeiten des Programms. Dazu zunächst ein wenig Theorie. Für LTE stehen in Deutschland mehrere Frequenzen zur Verfügung. Vodafone hat Lizenzen für 800 MHz (LTE-800), 1800 MHz (LTE-1800) und 2600 MHz (LTE-2600). Diese Frequenzen haben sehr unterschiedliche physikalische Eigenschaften. LTE-800 hat eine hohe Reichweite, durchdringt Hauswände vergleichsweise gut und eignet sich daher sehr gut zur Versorgung großer, dünn besiedelter Flächen. LTE-1800 hat eine geringere Reichweite, durchdringt Wände auch noch halbwegs gut und wird eher in Städten verwendet. Die Reichweite von LTE-2600 ist am geringsten, und diese Frequenz kommt nur schwer durch Hauswände hindurch.

Vodafone setzt quasi als „Grundversorgung“ LTE-800 in ganz Deutschland ein und hat zusätzlich Stationen für LTE-1800 und LTE-2600, wo die Bandbreite mit LTE-800 nicht ausreicht, um alle Kunden zu versorgen. Ein Blick in Detailkarte der Netzabdeckungskarte verrät, was möglich ist: bis 75 MBit/s heißt „nur LTE-800“. Bis 225 MBit/s heißt „LTE-800 und LTE-1800 oder LTE-2600“. Bis 375 MBit/s heißt, dass alle drei Frequenzen vorhanden sind. Der Gigacube kann zur Erhöhung des Durchsatzes mehrere Frequenzen gleichzeitig nutzen – das heißt dann LTE-A („Advanced“).

Was nutzt uns dieses Wissen ?

Nun, wenn wir in eime Gebiet leben, in dem es „bis 225 MBit/s“ oder „bis 375 MBit/s“ gibt. lohnt es sich, die höheren Frequenzen anzuzapfen – zum einen, weil diese eine höhere Bandbreite liefern, zum anderen, weil sie durch ihre physikalischen Eigenschaften weniger ausgelastet sind – in den Häusern ist LTE-2600 schlichtweg oft nicht zu empfangen.

LTEWatch bietet nun die Möglichkeit, dem Router ein bestimmtes Frequenzband aufzuzwingen. Klicken Sie dazu neben „Frequenzband“ auf das „+“ und wählen Sie aus zwischen Automatisch, LTE-800, LTE-1800, LTE-2600 und LTE-Advanced. Wenn es die gewählte Frequenz nicht gibt oder am Standort des Gigacube nicht zu empfangen ist, teilt Ihnen das Programm dies mit.

Hier nun ein paar real gemessene Egebnisse:

Einstellung „Automatisch“: Hier scheint nur LTE-800 genutzt worden zu sein – 17 MBit/s im Download, fast dasselbe im Upload bei erträglichen Empfangswerten. Der Sender scheint halbwegs ausgelastet zu sein.

Nach Umschaltung auf LTE-2600 bietet sich uns dieses Bild:

Während der RSRP richtig schlecht ist, verbessert sich der RSRQ und der Download-Durchsatz hat sich mehr als verdoppelt.

Für diese Tests stand der Gigacube draußen auf dem Fensterbrett – im Haus war kein LTE-2600 zu empfangen. Abends stieg übrigens der Speed mit LTE-2600 auf fast 100 MBit/s an.

Wenn man also maximalen Speed haben will, lohnt sich die Investition in eine leistungsstarke Breitband-Außenantenne, die alle LTE-Frequenzen unterstützt

Erster Login in den Router

Wer den Vodafone Gigacube nicht nur als Blackbox nutzen will, sondern zum Beispiel den WLAN-Namen oder WLAN-Schlüssel ändern will, kommt nicht umhin, sich in den Router einzuloggen.

HUAWEI hat die IP-Adresse 192.168.8.1 für den Router von Haus aus reserviert. Wer sich einloggen will, gibt also genau diese Folge aus Zahlen und Punkten in seinen Internetbrowser da ein, wo sonst www.xxxx steht.

Der Router verlangt nun ein Passwort. Dieses Passwort steht auf der Unterseite des Routers.

 

 

 

Wenn man diese Hürde gemeistert hat, macht der Router eine Schnellkonfiguration. Als erstes kann man den WLAN-Namen ändern, wenn man möchte, und das WLAN-Passwort.

Der nächste Schritt ist die Änderung der Aktualisierung des Routers – automatisch über Nacht oder manuell. Diese Einstellung kann man so lassen.

 

Zum Abschluss muß man das Passwort ändern – ohne diese Änderung geht es nicht weiter. Das alte Passwort wird nicht akzeptiert.

 

 

Nach einem Klick auf „Fertigstellen“ hat man es geschafft und bekommt gleich die ersten Infos zu verbrauchtem Datenvolumen und Empfang.