Was kann der Gigacube, und was kann er nicht?

Der Gigacube ist nicht zuletzt deshalb beliebt, weil er ohne feste Adresse überall in Deutschland als Internet-Zugang benutzt werden kann, und das sowohl stationär als auch – zum Beispiel mit einem passenden KFZ-Netzteil – auch in Fahrzeugen.

Was geht problemlos?

  • Email
  • Messenger wie WhatsApp oder Telegram
  • Facebook, Instagram usw.
  • Webseiten, Onlineshopping
  • Telefonie über VoIP
  • Audiostreaming (Spotify und Co)

Was geht mit Einschränkungen?

  • Videoportale, Videostreaming wie Netflix und Co. werden in der Qualität auf 480p reduziert. Das spart zwar Datenmengen, trübt aber auch die Auflösung

Was geht gar nicht?

  • Manche Onlinespiele lassen sich mit dem Gigacube nicht spielen, denn er bietet nur NAT Typ 3 (strict), nicht jedoch den oftmals notwendigen NAT Typ 2. Eine Umstellung ist nicht möglich.
  • DynDNS-Dienste funktionieren ebenfalls meist nicht

ERGO: für Zocker ist der Gigacube eher nicht geeignet. Wer unbedingt 4K-Videos gucken möchte, sollte ebenfalls auf (V)DSL setzen statt auf den Gigacube. Alle anderen werden mit dieser Lösung – eine entsprechende Netzabdeckung vorausgesetzt – jedoch glücklich

Vergleich der DSL-Alternativen

Vodafone ist mit seinem Gigacube nicht der einzige Anbieter, der DSL-Alternativen via Mobilfunk anbietet. Deshalb hier der Vergleich:

a) Vodafone:

  • Drei Tarife – 50 GByte/Monat für 24 Monate oder nur bei Nutzung abgerechnet ODER 200 GByte/Monat für 24 Monate
  • Kosten: 50 GByte/Monat für 34,99 Euro/Monat ODER 200 GByte/Monat für 44,99 Euro/Monat jeweils zzgl. Aktivierung
  • Nutzung: in ganz Deutschland ohne Ortsbindung, keine Auslandsnutzung
  • Hardware: HUAWEI B528 – Cat.6-Router für bis zu 300 MBit/s
  • Geschwindigkeit: bis zu 200 MBit/s

b) Congstar (Telekom-Netz):

  • Fünf Tarife: 10 GByte/48 Stunden für 10 Euro, 30 GByte/Monat (24 Monate Laufzeit)oder 20 GByte/Monat ohne Laufzeit für 20 Euro/Monat, 50 GByte/Monat (24 Monate Laufzeit) oder 40 GByte/Monat ohne Laufzeit für 30 Euro/Monat. Jeweils zzgl. Aktivierung
  • Nutzung: ortsgebunden an eine fest Adresse
  • Hardware: HUAWEI E5180 – Cat.4 – Router bis 150 MBit/s (veraltetes Gerät)
  • Geschwindigkeit: je nach Tarif 20-40 MBit/s max.

c) O2 Homespot

  • zwei Tarife: 50 GByte/Monat mit 24 Monaten Laufzeit oder ohne Laufzeit
  • Kosten: 29,99 Euro/Monat bei 24 Moanten Laufzeit oder 34,99 Euro/Monat ohne Laufzeit, jeweils zzgl. Aktivierung
  • Nutzung: deutschlandweit ohne Ortsbindung, keine Auslandsnutzung
  • Hardware: HUAWEI B525 – Cat.6 – Router bis 300 MBit/s
  • Geschwindigkeit: bis 150 MBit/s

Fazit: wer den Tarif nur an einer festen Adresse nutzen will, sollte zuallererst die Netzabdeckung prüfen, bevor er eine Entscheidung trifft. Danach ist es vor allem eine Frage des Bedarfs.
Wer den Internetzugang an wechselnden Orten braucht, ist mit dem Vodafone Gigacube am besten aufgehoben dank der sehr guten Netzabdeckung von Vodafone. Je nach Aufenthaltsort kann – nach Prüfung der Netzabdeckung – auch der o2 Homespot infrage kommen.

Gigacube max AKTION – 200 GByte ab 34,99 Euro !

Seit dem 14.5. gibt es eine neue Version des Gigacube – den Gigacube max. Aber man sollte schnell sein – nur wer bis zum  17. August 2018 den Gigacube max ordert, bekommt dauerhaft 200 GByte/Monat für 34,99 €/Monat (mit Vodafone RED-Vertrag) bzw. 44,99 €/Monat (ohne Vodafone RED-Vertrag). Für alle, die später bestellen, verschlechtern sich die Konditionen deutlich – es gibt nur noch die Hälfte – 100 GByte/Monat – und es kostet 10 Euro mehr.

Wer also sowieso darüber nachgedacht hat, seinen langsamen DSL-Anschluß zu ersetzen oder seinen LTE zuhause-Tarif aufzugeben, sollte jetzt zuschlagen. Telefonieren geht über den Gigacube via VoIP-ebenfalls – siehe die entsprechenden Beiträge in diesem Blog.

Wie kommt das Antennenkabel ins Haus ?

Eine Außenantenne ist immer noch die effizienteste Möglichkeit zur Signalverbesserung. Allerdings gibt es da ein kleines Problem – die Antenne ist draußen, der Router im Haus, und dazwischen ist eine Wand.

Um das Kabel nun ins Haus zu bringen, kann man entweder das Kabel unter den Dachziegeln verlegen, die Wand anbohren oder den Fensterrahmen und das Kabel einfach durchziehen. Dies ist die beste und verlustärmste Lösung. Manchmal hat man diese Möglichkeit jedoch nicht, weil man in einer Mietwohnung lebt und der Vermieter Löcher in Wand oder Fensterrahmen nicht duldet. Für diese Fälle haben wir sogenannten Fensterdurchführungen im Programm. Dies sind 2 mm dünne, aber trotzdem robuste RG-316-Teflon-Kabel, die mit einer zusätzlichen Schutzhülle umgeben sind. Diese Fensterdurchführungen werden auf der den Scharnieren entgegengesetzten Seite des Fensterrahmens eingelegt.
R316 ist ein dünnes, sehr hochwertiges Hochfrequenzkabel für Frequenzen bis 6 GHz mit einem Wellenwiderstand von 50 Ohm. Somit entspricht es exakt den Spezifikationen für Mobilfunk/LTE.

Die Fensterdurchführungen gibt es in zwei Längen: 30 cm und 100 cm. Die lange Version sollte verwendet werden, wenn der Gigacube in der Nähe des Fensters steht. Die kurze Version ist optimal, wenn der Gigacube weiter weg steht und über ein Verlängerungskabel mit der Fensterdurchführung verbunden werden soll.

Die Reihenfolge der Verlegung ist somit:
Antenne – Antennenkabel – Fensterdurchführung – (ggfs. Verlängerungskabel -) Adapter für Gigacube – Gigacube

WLAN-Probleme des Gigacube

Der Vodafone Gigacube ist ein WLAN-LTE-Router – er baut also eine Internetverbindung auf und stellt diese drahtlos per WLAN (und über LAN-Kabel) zur Verfügung, und das auf zwei Frequenzen – 2,4 GHz als auch auf 5 GHz. Mit 5 GHz ist die übertragbare Bandbreite größer, und es sind mehr Kanäle vorhanden, um Störungen zu minimieren. Aber nicht jedes WLAN-fähige Gerät unterstützt WLAN auf 5 GHz. 2,4 GHz ist die älteste für WLAN eingesetzte Frequenz – Bandbreite bis 300 MHz, aber größere Reichweite. Die Frequenz 2,4 GHz wird von fast allen WLAN-fähigen Geräten unterstützt. Nachteil: in dicht besiedelten Gebieten kommt es oft zu Störungen durch benachbarte WLAN-Geräte, was zu einer Einschränkung der Reichweite führt.

WLAN ist eine Funktechnik, und damit ist die Reichweite von WLAN begrenzt. Je weiter man sich von dem WLAN-Router entfernt, desto schlechter wird der Empfang. Damit einher geht auch eine Verringerung der Übertragungsrate. Außerdem stören Wände und andere Materialien zusätzlich den Empfang. Wände und Decken aus Stahlbeton können für WLAN zu einer fast undurchdringlichen Barriere werden.

Außerdem steht man mit einem LTE-Router vor einem Dilemma: für eine möglichst gleichmäßige WLAN-„Ausleuchtung“ der Wohnung oder des Hauses müßte der Vodafone Gigacube möglichst im Zentrum der Wohnung/des Hauses stehen. Das ist aber der Ort mit dem schlechtesten LTE-Empfang. Steht der Gigacube hingegen am Fenster für optimalen LTE-Empfang, werden entfernte Teile der Wohnung oder des Hauses vom WLAN des Gigacube praktisch nicht mehr erreicht.

Um dieses Problem zu lösen, gibt es zwei Ansätze:

a) WLAN-Repeater
Ein WLAN-Repeater ist ein Gerät, das ein vorhandenes WLAN-Signal aufnimmt und verstärkt wieder abstrahlt. Wie so etwas funktioniert, können Sie sich in diesem Youtube-Video ansehen. Je nachdem, welche WLAN-Frequenzen Sie nutzen wollen, empfehlen wir verschiedene Geräte unterschiedlicher Hersteller, die optimal mit dem Gigacube zusammenarbeiten. Wir empfehlen jedoch NICHT, einfache Geräte zu verwenden, die einfach in eine vorhandene Steckdose gesteckt werden – damit erreicht man nie den optimalen Standort für den Repeater, außerdem sind diese Geräte in ihrer Leistungsfähigkeit gegenüber den größeren Geräten beschränkt.
Der größte Vorteil der WLAN-Repeater ist, dass sie die WLAN-Reichweite vergrößern, ohne dass zusätzliche Kabel verlegt werden müssen. Nachteilig ist die Beschränkung der erreichbaren Geschwindigkeit – sie ist immer nur so groß wie sie an dem Standort ist, an dem der Repeater aufgestellt wird.

b) WLAN – Access Points
WLAN – Access Points sind Geräte, die über ein LAN-Kabel mit dem Vodafone Gigacube verbunden werden. Sie bauen am Aufstellungsort ein eigenes WLAN-Netz auf und erreichen die vole Übertragungsrate. Für Räume, die über Stahlwände oder Stahlbetonwände oder -decken vom Gigacube getrennt sind, sind sie oft die einzige Möglichkeit, diese Räume mit WLAN zu versorgen. Die Geräte sind dieselben wie für die Funktion als WLAN-Repeater – sie werden nur durch Einstellung der Konfiguration in den entsprechenden Modus versetzt.

Der große Vorteil der Access Points ist ihre Übertragungsgeschwindigkeit – sie sind genauso schnell wie das WLAN-Netz des Gigacube. Nachteilig ist die notwendige Verkabelung.

Telefonieren mit dem Gigacube – Teil 3

In unserem ersten Beitrag zum Thema Telefonie mit dem Gigacube hatten wir behauptet, dass der Telefonanschluß des Gigacube nicht nutzbar ist. Aufgrund des Hinweises eines Mitlesers dieses Blogs haben wir noch einmal einen Test mit einem analogen Telefon an der Telefonbuchse des Gigacube-Routers gemacht.

Als SIM-Karte diente uns eine normale SIM-Karte mit einer Allnet Flat. Die Einstellungen im Router haben wir von „nur LTE“ auf „LTE bevorzugt“ umgestellt.

Wenn man nun die Nummer der SIM-Karte anruft, schaltet der Gigacube auf 3G um, und das Telefon klingelt. Gleiches passiert, wenn man vom Telefon den Hörer abnimmt und einen anderen Teilnehmer anruft.

ERGO: der Gigacube-Router selbst kann durchaus ein analoges Telefon bedienen, sofern nicht im Router die Einstellungen auf „nur LTE“ stehen. Der Gigacube-Tarif ist allerdings NICHT Telefonie-fähig.

Der Vodafone Gigacube wird autark

Ausgeliefert wird der Gigacube mit einem Netzteil für 220V. Wie wir schon weiter unten gesehen haben, kann man ihn mit einem passenden KFZ-Netzteil auch im Fahrzeug, im Wohnwagen oder auf dem Boot betreiben. Doch manchmal gibt es nicht einmal das – sei es auf einer einsamen Wanderhütte oder auf der Fahrradtour.

Die Lösung scheint ganz nahe zu liegen, schließlich gibt es Powerpacks. Aber entweder sind die klein und leicht, dann geben sie nur 5V Ausgangsspannung ab auf einen USB-Ausgang. Damit gibt sich der Gigacube aber nicht zufrieden. Oder sie liefern 12V – dann sind sie groß und schwer. Auch ein 12V Bleiakku ist vorstellbar – aber der ist noch schwerer bei wenig Kapazität.

Die Lösung ist ein Spannungsadapter, der die 5V kleiner, leichter Powerpacks in die richtige Spannung des Gigacube wandelt. ACHTUNG – das Powerpack muß am Ausgang MINDESTENS 2 Ampere, besser 2,5 Ampere oder mehr liefern, damit der Stromhunger des Gigacube auch bei schlechtem Empfang und intensiver Nutzung befriedigt wird.

Wir haben den Spannungswandler mit einem 10 Ah (=10000 mAh) Powerpack getestet. Der Gigacube lief bei gutem 4G-Empfang mit dem Powerpack 8 Stunden lang und versorgte währenddessen 2 Notebooks und ein Handy mit Daten (reines Surfen, keine Filme). Bei schlechtem Empfang und dem Streamen von Filmen geht die Laufzeit deutlich in die Knie.

Vodafone Zufriedenheitsgarantie

Vodafone ist – aus meiner Sicht zurecht – von seinem neuen Produkt Gigacube so überzeugt, dass es den Kunden ein Sonderkündigungsrecht von 30 Tagen ab Kauf einräumt. Dieses Sonderkündigungsrecht heißt bei Vodafone „Vodafone Zufriedenheitsgarantie“. Wenn man mit dem Gigacube und/oder dem Vodafone-Netz nicht zufrieden ist, kann man dieses Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen, der Vertrag endet und man bekommt den einmaligen Produktpreis erstattet.

Der Haken an der Sache: man muß den Gigacube mit der SIM-Karte auf dem Weg zurückgeben, wo man ihn erworben hat. Bei Onlineabschluß des Vertrages über das Vodafone-Portal ist das in der Regel problemlos. Der Sendung liegen alle notwendigen Informationen für die Rückgabe bei.

Anders scheint es im stationären Handel auszusehen. Im Vodafone-Forum berichten bereits mehrere Kunden, dass sich der Händler im Laden geweigert hat, den Gigacube zurückzunehmen und die Vodafone-Zufriedenheitsgarantie umzusetzen.

Meine Vermutung ist, dass es sich hier nicht um Vodafone Partnershops gehandelt hat, sondern um freie Händler, die nicht direkt über Vodafone arbeiten, sondern über den Umweg über einen Großhändler. Wer sich also nicht sicher ist, ob der Gigacube bei ihm auch so funktioniert, wie er hofft, sollte daher den Weg zu einem Vodafone Partnershop gehen oder direkt bei Vodafone bestellen.

Telefonieren mit dem Vodafone Gigacube – Teil 2

Normalerweise möchte man nicht mit einem Handy telefonieren, wenn man zuhause ist, sondern mit einem normalen Festnetztelefon. Es gibt auf dem Markt etliche Festnetztelefone, die IP-fähig sind.

Für diesen Test sollte es das Gigaset C430a Go sein – ein DECT-Telefon, das sowohl an einem normalen Telefonanschluß als auch an jedem Internetrouter funktioniert, für rund 70 Euro zu haben. Es hat eine komfortable Möglichkeit zur Konfiguration für die Internettelefonie – es sind so ziemlich alle VoIP-Anbieter Deutschlands abgespeichert. Man muß nur noch die Zugangsdaten eingeben – der Rest ist bereits voreingestellt. Und das Ganze extrem komfortabel – man ruft vom PC oder Tablet eine Internetadresse von Gigaset auf. Die Webseite sucht das Telefon, und man kann direkt am Bildschirm alle Einstellungen vornehmen.

So sieht der fertige Aufbau aus. Die schwarze Basisstation wird mit dem LAN-Anschluß des Vodafone Gigacube verbunden, und schon kann die Konfiguration losgehen.

Nach den Erfahrungen mit dem Handy ist es spannend, ob wirklich alle zuvor getesteten Anbieter funktionieren.

Und siehe da – keiner macht Probleme, unabhängig vom Transportlayer. Die Klangqualität ist noch einmal deutlich besser als am Handy. Wer also zum Beispiel von einem LTE zuhause-Tarif kommt, kann seine Festnetznummer zu einem VoIP-Anbieter portieren und sich so unabhängig machen von seinem Internet-/Telefonanbieter.